Tradition & Geschichte des Abtshof

Wir sind stolz darauf, dass der Abtshof in das Verzeichnis „Denkmäler des Rheinlandes“ aufgenommen wurde. Dort steht geschrieben:

Abts- und Dammerhof, ehemaliges Tafelgut des Abtes. Große Vierflügelanlage, im zweiten Weltkrieg zerstört, wieder aufgebaut. Über der Toreinfahrt Reliefstein mit Wappen des Erbauers Abt Lambertus Raves (1772-1799)

Zur Geschichte des Abtshofes lässt sich Folgendes sagen:

Von 1291 bis 1802, also über 500 Jahre, gehörte der Abtshof zu den abteilichen Gütern und war persönlicher Besitz des Abtes. Der vorletzte Abt war Lambertus Ravens. Er war der Nachfolger des Gründerabtes Sandrad und stand der Abtei Gladbach in den Jahren von 1772 bis 1799 vor. Er war es auch, der die Gebäude des Abtshofes 1792 neu gestalten ließ und über der Toreinfahrt sein Wappen anbrachte. Dieses Wappen befindet sich auch heute noch an gleicher Stelle und ist ein Zeichen für die Tradition dieses Hofes. Das seit 1792 dazu gehörige Herrenhaus des Hofes wird auch heute noch bewohnt.

In der langen Geschichte des Abtshofes hatte er viele Pächterfamilien und Pächtergenerationen. Der letzte abteiliche Pächter hieß Constantin Junkers. Durch den Konsularbeschluss vom 9. Juni 1802 wurden alle Klöster und Stifte aufgelöst und verkauft. Unter den abteilichen Gütern, die zum Verkauf kamen, befand sich auch der Abtshof. Seit diesem Verkauf hatte der Mönchengladbacher Hof wieder zahlreiche Pächter und Besitzer. Seit 1994 und bis heute ist der Abtshof im Besitz von Wilfried Rosenland.

Als großes Ackergut hat der Abtshof ausgedient. Was geblieben ist, ist die Geschichte des Hofes, der über 500 Jahre persönlicher Besitz des jeweiligen Abtes der Abtei Gladbach war. Heute dient der Abtshof als Reitsportzentrum und bietet vielen Pferden eine komfortable Unterkunft in historischen Gemäuern.